Priorisierung von Bauprojekten

 Optimierungsstrategie zur Priorisierung voneinander abhängiger Bauprojekte von Straßen- und Ingenieurbauwerken

 

Die Altersstruktur der Verkehrsinfrastruktur führt in Verbindung mit gestiegenen Belastungen zu einer Zunahme von Baumaßnahmen und damit verbundenen Verkehrseinschränkungen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde eine Vorgehensweise entwickelt, die eine hinsichtlich der verkehrlichen Auswirkungen optimierte Abwicklung aller im Verlauf eines Streckenzuges anstehenden Baumaßnahmen ermöglicht. Dabei wurden erstmals Maßnahmen aus der aktuellen Bedarfsplanung (d. h. Um- und Ausbau- sowie Erweiterungsmaßnahmen) mit Erhaltungsmaßnahmen der Fahrbahnen und der Ingenieurbauwerke in einem übergreifenden Planungsansatz – mit dem Ziel einer Gesamtpriorisierung – zusammengeführt. Im Kern werden durch das Verfahren individuell priorisierte Strategien in Gesamtlösungen überführt. Diese berücksichtigen zwingende Erhaltungserfordernisse und sind von der Verkehrsführung her möglich sowie letztlich auch finanzierbar.

Projektbearbeitung

Im Projekt wurden

  • die bei der Gesamtpriorisierung zu berücksichtigenden Eingangsdaten und Randbedingungen ermittelt und bewertet,
  • das Gesamtpriorisierungsverfahren entwickelt und dokumentiert sowie
  • die Praxistauglichkeit des Verfahrens überprüft.

Priorisierungsverfahren

  • Ermittlung der möglichen Baumaßnahmen und der zulässigen Realisierungszeitpunkte je Abschnitt des Streckenzuges (= Definition von Projekten),
  • Bewertung der Projekte und
  • Erzeugung optimaler Gesamtlösungen (Optimierung).

Zur Sicherstellung der Praxistauglichkeit des Verfahrens wurde dieses am Beispiel eines Streckenzugs der A 45 erprobt.

Mehr zur Erhaltung der Verkehrsinfrastruktur finden Sie auf unserer Themenseite.