PTV Newsroom

Hier finden Sie alle aktuellen Nachrichten zur PTV Group, die neuesten Top-Stories und Pressemitteilungen sowie unsere Mediengalerie.

Neue Studie: Soziale Inklusion ist grundlegend für die Zukunft nachhaltiger Städte

Karlsruhe, 09. März 2021. Um Städte nach der Coronapandemie langfristig nachhaltig zu gestalten, müssen Klimaschutz und Wirtschaftswachstum mit Gleichberechtigung und Inklusion einhergehen. Zu diesem Schluss kommt ein in London vorgestellter Bericht, an dem die PTV Group in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsmuseum London beteiligt war.

Der neue Bericht untersucht, was nötig ist, um Städte nach Corona langfristig nachhaltig zu gestalten.

 

Die Pandemie hat vor allem eins deutlich gemacht: Um Städte zu verändern, sie umweltfreundlicher und lebenswerter zu machen, ist es wichtig, Kräfte zu bündeln– so die neue Studie „Rethinking Sustainable Cities“ (Nachhaltige Städte neu denken). Lockdown und soziale Distanzierung haben Schwachstellen in der aktuellen Gestaltung der aufgezeigt. Stadtzentren verwaisten aufgrund mangelnder Möglichkeiten, sicher zu arbeiten oder soziale Kontakte zu pflegen. Die Studie ergab außerdem, dass Menschen mit wenig Zugang zu Grünflächen sich besonders beengt und eingeschränkt fühlten. Daraus schließt der Bericht, dass nicht nur die Reduktion von CO2-Emissionen eine wichtige Rolle auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt der Zukunft spielt. Neben Klimaschutz und einem verantwortungsvollen Wirtschaftswachstum müssen auch soziale Inklusion und das Wohlergehen der Menschen priorisiert werden.   

Die Studie untersucht Chancen und Herausforderungen, um dieses Gleichgewicht zu erreichen. Ziel ist es, Regierungen, Stadtplaner*innen, politische Entscheidungsträger*innen sowie Unternehmen zu ermutigen, Städte sowohl heute als auch in Zukunft mehr auf die Bedürfnisse des Menschen auszurichten.

„Die Pandemie ist ein einschneidender Punkt in der modernen Geschichte und hat uns die Grenzen in der Art und Weise aufgezeigt, wie wir städtische Räume gestalten und nutzen. Jetzt ist es an der Zeit, die richtigen Schlüsse zu ziehen und diese auf Verkehrs-, Infrastruktur- und Stadtgestaltungsprojekte anzuwenden“, sagt Sam Mullins, Direktor des London Transport Museums.

Paul Speirs, Projektleiter der PTV Group, ergänzt: „Die Coronakrise hat uns vor Augen geführt, an welcher Stelle es im urbanen Raum kriselt. Erst die Menschen und deren Möglichkeit sich frei zu bewegen, machen eine Stadt lebendig und lebenswert. Die Kunst besteht darin unsere Mobilität und Flächennutzung so zu planen, dass Städte sich wie bei einem Puzzle aus vielen einzelnen, blühenden und nachhaltigen urbanen Kommunen zusammensetzen.“

Der Bericht empfiehlt die Entwicklung eines neuen und ganzheitlichen Konzepts zur integrativen und ökologisch nachhaltigen Stadtgestaltung, das repliziert und an lokale Gegebenheiten angepasst werden kann. Dabei stehen fünf Punkte im Mittelpunkt:

  • Inklusion und Gemeinwohl als Wert priorisieren – Bau- und Infrastrukturprojekte sollten in Zukunft inklusiv angegangen werden – sowohl im öffentlichen als auch im privaten Sektor. Investitionen in weniger attraktive und oft übersehene Bereiche können die Wertewahrnehmung verbessern und versprechen langfristig ein faires und nachhaltiges Wachstum. Um dies zu erreichen, kann Erfolg nicht mehr nur am unmittelbaren Kostenvorteil gemessen werden. Der Wert eines Projekts muss stattdessen aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden. Welche Effekte ergeben sich beispielsweise durch soziale Inklusion auf die Luftqualität, den Verkehr oder die Gesundheit der Menschen?
  • Menschen aufklären und Verhaltensänderungen unterstützen – das Engagement der Bürger*innen ist entscheidend, um Städte lebenswert zu gestalten. Deshalb müssen sie einbezogen werden, am besten schon früh im Entwicklungsprozess. Es gilt Bürger*innen zu befähigen, die langfristigen Vorteile von Infrastrukturprojekten zu verstehen und gegen kurzfristige Beeinträchtigungen abzuwägen. Wer persönlich zu einem positiven Wandel beiträgt, sollte auch davon profitieren. Auf Verbraucherebene sind zum Beispiel digitale Tools denkbar, die die Menschen dabei unterstützen, ihr Verhalten zu ändern und dies dann mit einer Art Währung belohnen.
  • Ein Umdenken in der Politik hin zu neuen Arbeitsweisen – politische Entscheidungen haben die Macht, Gewohnheiten zu ändern. Dies hat beispielweise die Einführung von kostenpflichtigen Plastiktüten im Handel gezeigt. Durch steuerliche und preisliche Anreize können politische Entscheidungsträger*innen gezielt integrative und umweltfreundliche Optionen fördern und attraktiver machen. 
  • Bestehende städtische Infrastrukturvielseitig nutzen – Die Coronakrise hat gezeigt, wie starr unsere derzeitigen Strukturen mit getrennten Arbeits-, Freizeit- und Lebensbereichen sind. Viele Räume in der Stadt dienen heute nur einem einzigen Zweck oder bleiben einen Großteil des Tages ungenutzt. Um den Wandel zu flexibleren Lebens- und Arbeitsweisen zu unterstützen, werden entsprechend flexible Lebensräume benötigt.
  • Grünflächen als essenzieller Beitrag zur Daseinsvorsorge – Parks und Grünflächen bergen für die nachhaltige Stadtplanung enorme Chancen. Stadtgrün minimiert nicht nur die Verschmutzung, kontrolliert die Temperatur und reguliert die Luft- und Wasserqualität, sondern hat auch zahlreiche weitere positive Effekte. So haben städtische Grünflachen einen hohen Freizeit- und Erholungswert, fördern die Gemeinschaft und die psychische Gesundheit. Umso wichtiger ist es, den Wert von grüner Infrastruktur hervorzuheben und neue Projekte in diesem Bereich zu fördern.

Der Bericht "Rethinking Sustainable Cities" entstand im Rahmen des Thought-Leadership-Programms „Interchange“ des Verkehrsmuseums London. Basis waren Diskussionsrunden mit Branchenführer*innen, politischen Entscheidungsträger*innen und Akademiker*innen. An der Erstellung waren neben der PTV Group auch der Professional Services Anbieter Jacobs, die Anwaltskanzlei Gowling WLG sowie das internationale Transportunternehmen Thales beteiligt.

Laden Sie hier den vollständigen Bericht herunter: www.ltmuseum.co.uk/interchange

 

Presse-Kontakt
Stefanie Schmidt

Stefanie Schmidt

Telefon: +49 721-9651-7451
E-Mail: stefanie.schmidt@ptvgroup.com

Über PTV Group

PTV. Empowering mobility.

Die PTV Group betrachtet Verkehr und Logistik als Ganzes, um Mobilität zukunftsfähig zu gestalten. Die PTV Group bietet Software und Beratung, um Mobilität und Transport zukunftsfähig zu gestalten. Ihre marktführende Software für das intelligente Verkehrsmanagement und für die Optimierung von Transporten hilft Entscheider*innen aus Politik, Städten, Industrie und Handel dabei, Zeit und Geld zu sparen, Straßen sicherer zu machen und die Umwelt zu schonen. Die PTV zeigt schon heute mit Simulationen, wie die Mobilität von morgen mit all ihren Ökosystemen und Dimensionen realisiert werden kann. Von strategischer Verkehrsplanung bis zur Mikromobilität für die letzten Meile.

Das Unternehmen wurde 1979 gegründet. Heute arbeiten weltweit rund 900 Mitarbeiter*innen an zukunftsweisenden Lösungen – damit Mobilität und Transport smarter und umweltbewusster werden.

Share

Downloads

Rethinking Sustainable Cities

Preview (72dpi)

Download (300dpi)

Bleiben Sie informiert

Werden Sie Teil unserer Community und abonnieren Sie unseren Newsletter,
um regelmäßige Updates und Storys von PTV zu erhalten.

Jetzt abonnieren