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PTV koordiniert EU-Forschungsprojekt Clusters 2.0

Werkzeugkasten für Logistik-Cluster reduziert Schadstoffemissionen und Transportkosten

Karlsruhe, 10.08.2020. Logistikunternehmen, die in Logistik-Clustern kooperieren, profitieren von Vorteilen wie geringeren Transportkosten oder reduzierten Schadstoffemissionen. Noch mehr Potenzial zur Verbesserung ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit bietet ihre Vernetzung untereinander – mit der passenden Unterstützung. Im EU-Forschungsprojekt Clusters 2.0, das die PTV Group koordiniert hat, haben die Partner*innen eine ganze Werkzeugkiste mit hilfreichen Tools für Akteur*innen der Supply Chain erarbeitet. Die Lösungen wurden zudem in Living Labs verbessert und validiert.

Das von der PTV koordinierte Projekt Clusters 2.0 soll das Potenzial europäischer Logistikcluster voll ausschöpfen.

 

Die Verbesserungspotenziale kooperativ vernetzter Logistik-Cluster sind erheblich: So fand das Projektteam heraus, dass sich zum Beispiel durch einen intermodalen Transportplaner Verlagerungspotenziale bei kooperierenden Verladern von bis zu 60 % der Fracht nachweisen lassen.

Im Mittelpunkt der Forschung stand ein multimodales logistisches Netzwerk aus mehreren Logistik-Clustern (Bologna, Dourges, Trelleborg, Piräus, Duisburg, Saragossa). Dort wurden drei Themen adressiert: 1. die Bündelung der Sendungen auf intermodale Verkehrsträger, 2. den Frachtraum optimal zu nutzen (und damit die Frachtkosten zu reduzieren) sowie 3. die Transportprozesse so zu beschleunigen und zu synchronisieren, dass Wartezeiten und operative Umschlagkosten minimiert werden. „Unser Ziel war es, den verschiedenen Akteur*innen Kooperation, Sichtbarkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit ihrer Frachtabläufe zu ermöglichen und so die komplette Supply Chain zu verbessern“, sagt Projektkoordinator Marcel Huschebeck von der PTV Group.

Dabei wurden sieben Lösungen entwickelt und in Reallabors getestet:

1. Ein Community-Ansatz für Verlader, um Versandmengen zu bündeln und intermodale Transportsysteme zu nutzen.

2. Ein Softwaretool, um entlang europäischer Transportkorridore zu analysieren, wo Frachten zusammengefasst und eigene hinzugeladen werden können (Quick-Check-Tool).

3. Ein intermodaler Routenplaner (PTV X-Intermodal), um Transportaufträge zu verplanen und dabei verschiedene Transportmittel zu nutzen.

4. Das Clusters Community System (CLuCS), über das sich alle Akteur*innen vernetzen können, um ihre Services anzubieten oder zu nutzen.

5. Eine vereinheitlichte logistische Ladeeinheit, die den schnellen Umschlag und maximale Nutzung des Laderaums ermöglicht (New Modular Loading Unit).

6. Die Automatisierung des intermodalen Umschlags der Fracht von einem Verkehrsträger auf einen anderen (Innovatrain).

7. Eine App zur Synchronisierung von Transport und Be-/Entladeprozessen an Flughäfen mit verlässlichen Ankunftszeiten in Echtzeit (Slotbooking App).

„Für das Projekt kamen auch verschiedene unserer Softwareprodukte zum Einsatz, zum Beispiel zur Tourenplanung sowie zur intermodalen Planung mit einem eigens entwickelten Algorithmus für Transhipment, also der Umschlagsplanung“, so Huschebeck. In vielen Regionen wird Clustermanagement immer beliebter, um die zukünftige Entwicklung der heimischen Industrie zu unterstützen und Skalen- und Verbundeffekte zu erzielen. Huschebeck resümiert: „Mit dem Baukasten aus dem Forschungsprojekt Clusters 2.0 haben wir marktnahe Lösungen geschaffen, die Kooperation, Vernetzung und Modularisierung für die Logistik ermöglichen und das Physical Internet für aktuelle Anforderungen greifbar machen.“

Projektdetails zu Clusters 2.0

Mit Clusters 2.0 soll das Potenzial europäischer Logistikcluster voll ausgeschöpft werden, um ein effizientes und voll integriertes Transportsystem in Europa zu schaffen. Ein offenes Netzwerk von hyper-verbundenen Logistikclustern auf dem Weg zum Physical Internet, in dem Waren so einfach versendet werden können, wie Informationen durch offene Kanäle im Web. Das Physical Internet kombiniert Trends wie Digitalisierung, Automatisierung und Sharing Economy in ein umfassendes Logistikkonzept mit dem Ziel, die Transportlogistik effizienter, flexibler und umweltfreundlicher zu gestalten.

Konsortialpartner*innen: PTV (Projektkoordinator), Procter&Gamble, Jan De Rijk, DHL, WFS, Air Cargo Belgium, Hearthrow Airport, Nallian, IBI Bologna, Duisport, Zaragossa Logistics Center, BlueGreen, ENIDE, MOSAIC, Innovatrain, Fraunhofer IML, Eurologistics, UIC, CITYDEPOT, Port Trieste, Port Pireus, Port Trelleborg.

Laufzeit: Mai 2017 – Juli 2020

www.Clusters20.eu

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Presse-Kontakt
Petra Gust-Kazakos

Petra Gust-Kazakos

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Clusters 2.0 soll das Potenzial von Logistikclustern ausschöpfen. Foto: Antoine Petitteville/ Unsplash

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