Fahrradparken an Bahnhöfen: PTV Group unterstützt neue Informationsstelle des BMVI und der Deutschen Bahn mit verkehrsplanerischem Know-how

Anlaufstelle für Kommunen, um Ausbau an Radabstellanlagen zu beschleunigen / Checkliste hilft bei verkehrlicher Anbindung

Die PTV Group arbeitet an der neuen Informationsstelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“ mit (Foto: DB AG)

 

Karlsruhe, 09. November 2021. Die PTV Group beteiligt sich an der neuen, vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beauftragten und von der DB Station&Service AG betriebenen Informationsstelle “Fahrradparken am Bahnhof”. Diese soll Städte und Kommunen dabei unterstützen, mit modernen Radabstellanlagen die Attraktivität der Radverkehrsinfrastruktur zu steigern und damit mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad zu bewegen.

Die intermodale Verknüpfung von Rad und Bahn gilt als wichtiger Baustein, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Um den Ausbau von bahnhofsnahen Radabstellanalgen zu beschleunigen, bündelt die Informationsstelle Know-how aus der Praxis, informiert und berät beispielsweise zu baulichen und gestalterischen Umsetzungsmöglichkeiten, der Anzahl der nötigen Stellplätze, aber auch zur verkehrlichen Anbindung.

 „Attraktiv wird die Bike+Ride-Option dann, wenn der Bahnhof aus allen Richtungen gut und schnell mit dem Rad erreichbar ist, und man es dort sicher und unkompliziert abstellen kann“, so Annette Kindl aus dem PTV Forschungsteam. „Hier können wir Städte und Kommunen mit unserer Expertise in der Verkehrsplanung unterstützen.“

Das Team der PTV erarbeitet eine Checkliste zu verkehrlichen Begleitmaßnahmen. Dafür werden die wesentlichen Aspekte analysiert, die bei der Einbindung des Bahnhofs und der Fahrradabstellanlage in das örtliche und regionale Radverkehrsnetz berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört zum Beispiel auch, dass Fahrradparkplätze in die kommunale Mobilitätsstrategie einbezogen und in digitale Angebote integriert werden. In einem weiteren Arbeitspaket entwickelt die PTV ein Tool zur Bewertung der positiven Effekte, die durch die Verlagerung von Pkw-Fahren auf Rad-Bahn-Fahrten entstehen – etwa was den CO2-Austoß, die Betriebskosten oder die Gesundheitswirkung angeht.

1,5 Mio. neue Stellplätze nötig

Im Rahmen der wissenschaftlichen Beratung des BMVI zur Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie, arbeitete die PTV im Vorfeld der Einrichtung der Informationsstelle auch an der Studie „Fahrradparken an Bahnhöfen“ mit. Diese hat gezeigt, dass in Deutschland bis 2030 bis zu 1,5 Mio. neue Fahrradabstellplätze an Bahnhöfen benötigt werden und gibt Handlungsempfehlungen, um dieses Ziel flächendeckend zu erreichen.  

Über die Informationsstelle

Die neue Informationsstelle „Fahrradparken an Bahnhöfen“ soll die Einrichtung von bahnhofsnahen Radabstellanlagen und insbesondere Fahrradparkhäusern erleichtern. Sie wird von der DB Station&Service AG betrieben und BMVI im Rahmen des Sonderprogramms „Stadt und Land“ mit 2,3 Millionen Euro finanziert. Neben regelmäßigen Informationsveranstaltungen soll es 2022 Vor-Ort-Besuche sowie eine Fachkonferenz zum Thema „Fahrradparken an Bahnhöfen“ geben.

Bis Ende des Jahres läuft zudem eine Umfrage zur Radfreundlichkeit an Bahnhöfen. Radfahrende und Interessierte können bundesweit ihre Eindrücke und Vorschläge online unter radparken.info/mitmachen einreichen.

 

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Stefanie Schmidt

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